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Pressemitteilung

07.08.2013 07:54:59

Pressemitteilung des Diakonie-Krankenhauses Bad Kreuznach:

Nasrullah hat die erste Etappe geschafft: Mit fröhlichem Lachen verläßt er die Kinderstation im Diakonie-Krankenhaus Bad Kreuznach, die für ihn 4 Wochen lang sein erstes zu Hause in Deutschland gewesen ist. Der  dreijährige Junge aus Afghanistan hatte im Alter von einem Jahr eine schwere Verbrennung erlitten, aber die Eltern hatten kein Geld, um ihm eine Behandlung in Kabul zu ermöglichen. Daraufhin vernarbte und verkrüppelte das linke Bein, so dass das Kind keine Chance hatte, jemals Laufen zu lernen. Markus Dewender und Petra Rainer von der Hilfsorganisation "Kinder brauchen uns", die sich seit Jahren in Afghanistan engagieren, nahmen sich seiner an und baten Dr. André Borsche von Interplast in Bad Kreuznach ihm zu helfen. Nach Durchsicht der e-mail Fotos, auf denen das Ausmaß der schweren Verletzung zu erkennen war, erklärte sich Borsche sofort bereit in Zusammenarbeit mit Dr. Najiba Behmanesh, den Jungen zu einer plastischen Operation nach Deutschland einzuladen. Seit Januar wurden dann viele Versuche unternommen, für den Kleinen ein Visum nach Deutschland zu bekommen, was leider immer schwieriger wird, da sich die Bundesrepublik zunehmend abschottet. Letztendlich war es dann aber doch möglich, so dass er Anfang Juli in Bad Kreuznach in Begleitung, aber ohne seine Eltern eintraf und von Familie Behmanesh herzlich aufgenommen wurde. Kurz darauf stand dann aber schon die erste Operation an. Das Team der Plastischen Chirurgie im Diakonie-Krankenhaus löste in einer mehrstündigen OP zunächst die Vernarbungen am Kniegelenk und richtete damit das Bein erstmals gerade auf. Durch Hauttransplantationen und Schwenklappenplastiken wurden die Wundflächen plastisch verschlossen und das Bein in einem Gips ruhiggestellt. Eine Woche später folgten  die Narbenkorrekturen am Hüftgelenk und  in der Flanke, so dass dem Kind eine freie Beweglichkeit ermöglicht wurde. Glücklicherweise heilten sämtliche Wunden und Transplantate ohne jegliche Komplikationen ab. Nun galt es mit krankengymnastischer Unterstützung die ersten Schritte zu wagen. Zu Anfang noch sehr zaghaft, dann aber immer entschlossener, schaffte es Nasrullah ohne Hilfe von Krüken das Laufen zu lernen. Seither flitzt er übermütig und glücklich durch die Station 4B und erfreut jung und alt durch sein herzhaftes und fröhliches Lachen. Die Stunden der Schmerzen sind vergessen und jeder freut sich mit ihm, über die gewonne Bewegungsfreiheit.
Zunächst geht es nun in die Nachbetreuung zu Familie Behmanesh, doch wird in 4 Wochen noch einmal eine orthopädische Operation erforderlich. Durch die Vernarbungen im frühen Kindesalter ist es zu einer Knochenverschiebung im Kniegelnek gekommen, die einer kinderothopädisches Korrektur bedarf, die Dr. Markus Stolz von der Orthopädie des Diakonie-Krankenhauses durchführen wird. Die Krankenhaus-Behandlungskosten übernimmt dankenswerterweise "Ein Herz für Kinder" und ein Team des ZDF begleitet die Behandlung des Jungen mit großer Anteilnahme. Das beeindruckenste Phänomen ist aber Nasrullah selber: obwohl er unsere Sprache nur wenig versteht, ist er ein ewiger Quell der Freude. Durch sein strahlendes Wesen sind alle Schwestern und Ärzte wie verzaubert und verzeihen ihm manche Nörgelei, wenn nicht sofort das Frühstück kommt. Welch Freude, wenn wir so effektive Hilfe leisten können !
 
André Borsche

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